Form - Passform

Das Form-Passform-Modell ist ein entwicklungspsychologisches Konzept der Emotionsregulation und Selbstentwicklung. Dabei entspricht den Begriffen „Bedürfnis - Befriedigung“ die Paarung „Form - Passform“. Der Prozess des "Passform-Gebens" wird "Akkommodation" genannt. 

Wird etwa auf das Bedürfnis eines Kindes nach Schutz durch eine Betreuungsperson eingegangen, z.B. in dem das Kind in den Arm genommen wird, erfolgt beim Kind eine körperliche, emotionale Befriedigung (Passform). Ist eine Passung gefunden, kehrt eine innere Ruhe ein. 

Erfolgt eine "Passung", also eine Befriedigung des Bedürfnisses, kann dies vom Kind / Erwachsenen / Klienten als "stimmig" empfunden werden. Die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse wird als eine von 5 Entwicklungsaufgabe zur seelischen Reifung angesehen.

Als "Passform-Geber:in" kommen im  Einzelsetting Objekte wie Decken, Kissen, Sitzsäcke etc. in Frage. In der Gruppen können andere Gruppenmitglieder eine Rolle nach klaren Anweisungen durch den Therapeuten und Klienten übernehmen. Es gibt eine Vielzahl von möglichen Rollen. 

Copyright© Andreas Bertram (Gestaltung, Text, Fotos, Videos und Illustrationen), Zusammenarbeit mit Heinke Torpus (Videos), Dirk Stahl (Fotos), PBSP® (Foto von Al Pesso und Diana Boyen, https://pbsp.com/). Mein Schreibstil orientiert sich an der männlichen oder weiblichen Form, weitere genderfluide Formen können immer mitgedacht werden. Die Begriffe „Klient“ „Klientin“ und „zentrale Person“ werden gleichbedeutend verwendet, ebenso wie die Begriffe „Struktur“, „Therapiesitzung“ und „Beratungssitzung“. ©2026