Innere Stimmen
Lassen sich Glaubenssätze, Überzeugungen oder andere innere Stimmen des Klienten aus dem Gespräch erkennen, werden diese vom Therapeuten ebenfalls benannt. Der Wortlaut der «inneren Stimme» des Klienten wird in der passenden Tonlage vom Therapeuten wiederholt und so externalisiert. Damit hat die zentrale Person die Möglichkeit, die «innere Stimme» von aussen wahrzunehmen und deren Wirkung auf sie selbst zu beobachten.
In einer Struktur auftauchende «innere Stimmen» entpuppen sich manchmal als „Notfallprogramm“ aus der Vergangenheit, z.B. „nur wenn ich mich anstrenge, werde ich wahrgenommen!“, als Versuch, von den Eltern als kleines Kind überlebenswichtige Aufmerksamkeit zu erhalten.
In einer hypothetischen Vergangenheit kann die zentrale Person symbolisch eine neue Erfahrung machen, z.B. mit idealen Eltern: „wenn wir damals da gewesen wären als Deine idealen Eltern, hätten wir Dich gesehen, wie Du bist und Du hättest nicht ständig um unsere Aufmerksamkeit kämpfen müssen.“
Das Notfallprogramm von damals verliert nach und nach an Bedeutung und Einfluss auf die alten Handlungstendenzen des Klienten und die neuen körperlichen, emotionalen und kognitiven Erfahrungen werden wichtiger im Erleben der Person.